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Bischof Voderholzer begleitet einige Senioren bei einem Ausflug bei der "Aktion Sonnenzug".

Grundaufgabe der Caritas: Nächstenliebe

Die Allgemeine Sozialberatung der Caritas ist Anlaufstelle für alle Probleme

Seit 20 Jahren ist Brigitte Weißmann bei der Regensburger Caritas. Gelernt hat sie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und dabei gemerkt: „Ich will den Menschen nicht nur in ihren Krankheiten beistehen, sondern in allen Lebenslagen.“ Also hat sie Sozialpädagogik studiert, ihr Diplom gemacht. Heute leitet sie die Allgemeine Sozialberatung der Caritas in Regensburg. Diese Beratung ist eine erste Anlaufstelle für alle Problemlagen: „Wir sind sehr nah an den Menschen und dürfen sie in den unterschiedlichsten Problemlagen begleiten und unterstützen“, sagt Weißmann.

Altersarmut ist ein erhebliches Problem

Für die Caritas ist das der grundlegende Dienst. Viele Menschen kommen, denen ihr Geld nicht mehr reicht. „Einmal“, erzählt Weißmann, „kam ein älterer Herr, dessen Rente zu knapp war. In der vergangenen Woche hatte er sich nur von einem Eisbergsalat ernährt – mehr war nicht drin. Er musste Tabletten gegen seine Diabeteserkrankung und gegen Bluthochdruck nehmen, die Zuzahlung konnte er sich jedoch nicht mehr leisten und musste die Tabletten halbieren.“ Dem Mann konnte geholfen werden. Weißmann und ihr Team erklärten ihm, dass er keine Gläubiger mehr bedienen, also keine Ratenzahlungen mehr leisten müsse. Bei der Krankenkasse wurde die Befreiung von der Zuzahlungspflicht erwirkt.

Beratung, Essensabholung und Kleiderkammer

Kein Einzelfall. Viele Menschen haben Probleme mit staatlichen Behörden. Sie können Bescheide nicht richtig verstehen oder glauben, zu wenig Geld vom Amt zu bekommen. Das Team der Allgemeinen Sozialberatung hilft, wo es kann. Daneben gibt es eine eigene kleine Lebensmittelkammer. Wer bedürftig ist, kann sich dort immer wieder Essen abholen. Dazu kommt eine Kleiderkammer. Die Sozialberatung ermittelt den Bedarf, mit einem Schein können die Klienten dann Kleidungsstücke holen. Auch die fürstliche Suppenküche ist der Allgemeinen Sozialberatung angegliedert: Rechtsträger ist die Caritas.

„Ohne Kirche keine Caritas und umgekehrt“

Ihr ganzes Engagement gründet für Weißmann im Grundauftrag der Kirche: „Die Caritas handelt nach einem Leitbild. Grundlage ist die helfende und heilende Zuwendung Gottes.“ Die Nächstenliebe ist ein wesentlicher Bestandteil der Kirche. „Ohne Kirche keine Caritas und umgekehrt“, sagt Brigitte Weißmann. Deshalb hat auch jeder Kreisverband der Caritas eine eigene Sozialberatung. Diesen Grundauftrag lässt sich die Kirche in Regensburg einiges kosten. Die Allgemeine Sozialberatung erhält keine Unterstützung von staatlicher Seite. Finanziert wird dieses Angebot allein durch die Caritas, ermöglicht durch Kirchensteuermittel. Das kostete in Regensburg 2017 mehr als 180.000 Euro.

Aktion Sonnenzug: Ein Tag Urlaub

Zusätzlich kümmert sich Weißmann um die „Aktion Sonnenzug“: „Das ist ein Tag Urlaub für Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit haben, wegzufahren.“ Darunter sind viele kranke Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – etwa, weil sie auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Auch junge behinderte Menschen sind dabei. Einen Tag lang geht es mal raus, Tapetenwechsel. 2018 etwa fuhren 321 Gäste mit einem Sonderzug nach Karlstadt am Main. Ermöglicht wurde das durch 70 Helfer vom Malteser Hilfsdienst. Schifffahrt, Mittagessen, Stadtbesichtigung. Abends dann wieder zurück nach Regensburg.

Finanzierung durch Geldbeiträge und Spenden

Ermöglicht wird diese Aktion durch kleine Beiträge der Teilnehmer. Sie zahlen fünf bis 35 Euro, je nach ihrem Einkommen und ihren Möglichkeiten. Dieser Beitrag ist auch für die Teilnehmer wichtig. So können sie selbst zum Gelingen dieses Tages etwas dazutun. Dazu kommen viele Spenden, große wie kleine Beträge, von Privatpersonen bis zu Unternehmen. Über 40.000 Euro hat das im Jahr 2017 gekostet. Diese Kosten setzen sich aus dem Transport, dem Essen und besonderen Aktionen des Tages zusammen.

Hilfe gegen Erschöpfung von Eltern

Weißmann sorgt sich auch um das Mütter-Genesungswerk. Dieses Werk der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung hat sich der Sorge um Eltern verschrieben. Viele Mütter – vermehrt aber auch Väter – sind erschöpft. Sie sind gestresst, haben Rückenbeschwerden, klagen über Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Die Regensburger Stelle vermittelt in entsprechende Kliniken, in denen sie behandelt werden und sich erholen dürfen.

Bei Weißmann laufen viele Fäden zusammen. Der gemeinsame Nenner: Die Sorge um die Menschen in all ihren Facetten. Egal, mit welchem Problem man zu kämpfen hat – das Team von Brigitte Weißmann ist der richtige Ansprechpartner. Können sie selbst nicht helfen, verweisen sie an eine der vielen anderen Caritas-Beratungsstellen.


Deckung des Gesamtaufwandes von 182.306,43 € der Allgemeinen Sozialberatung durch:

Deckung des Gesamtaufwandes der "Aktion Sonnenzug" von 41.066,12 € durch:

*Eigenleistung setzt sich aus Kirchensteuermitteln (hauptsächlich) der Diözese Regensburg und Eigenmitteln der Caritas zusammen.

Einkünfte Allgemeiner Sozialdienst bistumsweit (2017):

Spenden für Mütter         700,00 €
Spenden Hochwasser300,00 €
Geldspenden (einschließlich -bußen) 10,00 €
Defizit (von der Caritas getragen)           182.306,43 €

 

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