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Der Blick den Bau des neuen Pfarrheims in Schwarzenfeld

Gruppenräume für alle

In Schwarzenfeld profitiert nicht nur die Kirche vom Bau eines neuen Pfarrheims

Stolz spaziert Pfarrer Heinrich Rosner über seine Baustelle. Der Baukörper steht schon, momentan sind die Elektriker am Werk, die Schreiner kommen danach. Und dann ist es fertig: Das neue Pfarrheim der Pfarrei Schwarzenfeld bei Schwandorf. Der Bau war dringend nötig. Die Pfarrei mit ihren etwa 5.350 Katholiken hatte kein Pfarrheim, nur ein Wirtshaus, das zwar im Besitz der Pfarrei, aber verpachtet war. Die unterschiedlichen Pfarrgruppen konnten dort zumindest immer wieder einen Raum mieten. „Ideal war das aber nicht“, meint Heinrich Rosner. Für Gebetskreise zum Beispiel ist ein Wirtshaus nicht sehr passend.

Das Pfarrheim entsteht im Herzen von Schwarzenfeld

Also sollte ein Pfarrheim gebaut werden. Das alte Pfarrhaus, in dem der Pfarrer wohnte, musste weichen. Es war in die Jahre gekommen, man hätte renovieren müssen. Das Haus war zudem viel zu groß für einen Pfarrer. So hat das Bistum Regensburg in Absprache mit den Verantwortlichen der Pfarrei Schwarzenfeld beschlossen, das Pfarrhaus abzureißen und an anderer Stelle ein neues zu bauen. Dann sollte das Wirtshaus verkauft und schließlich mit dem Bau eines eigenen Pfarrheims begonnen werden. Der Platz dafür ist ideal: Direkt neben der Kirche, dem Rathaus gegenüber. Das ist Pfarrer Rosner wichtig. Pfarrheim und Kirche seien wie eine Ellipse: „Beides gehört zusammen. Das sind die Brennpunkte, an denen sich eine Pfarrei begegnet.“

Pfarrer Heinrich Rosner im Portrait

Eltern-Kind-Gruppe bis Senioren: Alle werden die Räume nutzen

Viele Gruppen engagieren sich in Schwarzenfeld: die Kolpinggemeinschaft mit ihren unterschiedlichen Zweigen, der Frauenbund, vier Eltern-Kind-Gruppen, die Katholische Arbeiterbewegung, Seniorengruppen und mehrere Chöre. Sie alle brauchen Platz für Gruppenstunden, Versammlungen, Vorträge oder Chorproben. Sehnsüchtig warten sie auf ihr Pfarrheim. Aber nicht nur sie. Auch weltliche Vereine haben bei der Pfarrei schon angefragt, ob auch sie die Räume nutzen können. Die Mittelschule will ihre Abschlussfeiern dort halten, der Kindergarten wird auch zur ein oder anderen Gelegenheit da sein.

Im Pfarrheim schlägt das Herz von Schwarzenfeld

Das Pfarrheim ist also nicht nur für die Pfarrei da, sondern für unterschiedliche Gruppen aus dem gesellschaftlichen Leben von Schwarzenfeld. „Es ist ein ganz wichtiger Ort“, sagt Rosner. Das sieht auch der Marktrat von Schwarzenfeld so: „Der wünscht sich, dass das Pfarrheim zu einem Ort wird, an dem man sich begegnen kann.“ An Fronleichnam etwa sind alle zu einem Fest eingeladen – es wird vor dem Pfarrheim stattfinden, genau wie der jährliche Weihnachtsmarkt. „Die Nachfragen sind schon da. Es wird so werden, dass verschiedene Gruppen immer wieder kommen werden“, meint Pfarrer Heinrich Rosner.

Der neue Saal bietet Platz für 200 Menschen

Dabei ist das Pfarrheim ja noch gar nicht fertig. Die Planungen begannen im Frühjahr 2016 in engem Kontakt zwischen der Pfarrei und dem bischöflichen Baureferat. Paul Höschl, Direktor des Referats, empfahl einen Wettbewerb verschiedener Architekten. Die Pfarrei war auch dafür, schrieb den Wettbewerb aus und wählte den besten Architekten. Gewonnen hat Volker Schwab aus Vohenstrauß. Er hatte einen langen, einstöckigen Bau entworfen. In Schwarzenfeld entsteht nun ein großer Saal für bis zu 200 Menschen. Dazu kommen drei Gruppenräume, Toiletten und eine kleine Küche. Die Besonderheit des Entwurfs: Optisch soll der Platz zwischen Kirche, Pfarrheim und Rathaus und das Gebäude eine Einheit bilden. Der Platz scheint sich in das Gebäude hineinzuschieben. Die Übergänge sollen fließend wirken. Für den Architekten war das Projekt eine Herausforderung: „Man muss nicht nur einem kleinen Nutzerkreis gerecht werden, sondern der ganzen Pfarrgemeinde.“

Architekt Volker Schwab im Portrait vor der Baustelle des neuen Pfarrheims

Pfarrer Rosner: „Wir sind ökologisch gut aufgestellt.“

Die Herausforderung hat er gemeistert. Wichtig war der Pfarrei auch die ökologische Nutzung des Gebäudes. Intelligent liegen die großen Fenster Richtung Süd-Osten, die kleinen weisen nach Nord-West. „So nutzen wir die Sonnenstrahlen“, meint Pfarrer Rosner. Geheizt wird über eine umweltfreundliche Luft-Wärme-Pumpe. „Wir sind ökologisch gut aufgestellt. Wir haben das Haus höhergestellt, als die gesetzlichen Standards es fordern.“

Die Kosten liegen bei 1,8 Millionen – aufgeteilt zwischen Bistum und Pfarrei

Gut 1,8 Millionen Euro wird das Pfarrheim am Ende kosten. Der ursprüngliche Plan sah 1.740.000 Euro vor. 60.000 Euro mehr – "das ist bei einem Bauvorhaben dieses Volumens üblich", sagt Pfarrer Rosner. 45 Prozent der zuschussfähigen Kosten übernimmt die bischöfliche Finanzkammer. Den Rest muss die Pfarrei schultern – mithilfe von Rücklagen und Spenden. Durch eine sparsame Wirtschaftsweise in den vergangenen Jahrzehnten konnte die Kirchenstiftung von Schwarzenfeld Geld sparen. Dazu kommen zwischen 50.000 und 60.000 Euro, die Vereine und Gruppen der Pfarrei beitragen.

Ein Handwerker arbeitet auf der Baustelle des neuen Pfarrheims in Schwarzenfeld
Ein Handwerker auf der Baustelle des neuen Pfarrheims in Schwarzenfeld im Portrait

„Vernetzung von Menschen wird durch das Pfarrheim noch besser gelingen“

Gemäß genehmigter Kostenberechnung sind rund 1,16 Millionen der Summe rein für den Bau vorgesehen, 221.000 Euro für die Ausstattung und die Außenanlagen. Der Rest finanziert den Architekten, Projektplaner und verschiedene Genehmigungskosten, die in Deutschland anfallen. Alle handwerklichen Arbeiten mussten ausgeschrieben werden. „Wir müssen mindestens drei Angebote einholen. Der Wirtschaftlichste bekommt den Zuschlag“, sagt Heinrich Rosner. Im kommenden Jahr wird Bischof Rudolf Voderholzer das Pfarrheim einweihen. Auf diesen Augenblick freuen sich in Schwarzenfeld nicht nur die kirchlichen Vereine. „Die Vernetzung im Markt ist durch das neue Pfarrheim noch besser möglich. Diese Vernetzung von Menschen ist etwas ganz Wichtiges. Das kann durch das neue Pfarrheim noch besser gelingen, als durch die Gottesdienste allein.“ Da ist sich Pfarrer Rosner ganz sicher.

Die bis dato geleisteten und geschätzten Baukosten belaufen sich auf 1.768.093,96 € und setzen sich wie folgt zusammen*:

*Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen (Stand 13.12.2018) deswegen können die endgültigen Gesamtkosten leicht von diesem Diagramm abweichen.

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