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Das Domkapitel Regensburg im Gebetskreis.

Das Domkapitel

Zehn Geistliche unterstützen den Bischof bei der Leitung der Diözese

„Das Domkapitel ist eine Gemeinschaft von Geistlichen an der Domkirche, denen dort zunächst einmal die Feier der Gottesdienste anvertraut ist. Darüber hinaus ist das Domkapitel auch eingebunden in die Bistumsverwaltung“, sagt Dr. Franz Frühmorgen. Dr. Frühmorgen gehört zum Domkapitel. Als Dompropst ist er seit Dezember 2018 der Vorsitzende des Kapitels. Er beruft die Sitzungen des Gremiums ein, achtet auf die Einhaltung der Statuten, führt die Geschäfte und vertritt das Domkapitel nach außen. Auch die Finanzen des Domkapitels fallen in seinen Aufgabenbereich – er kümmert sich um den Haushaltsplan und den Jahresabschluss.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen ist Priester aus Leidenschaft

Frühmorgen ist seit 33 Jahren Priester aus Leidenschaft. Seine ersten Jahre als Kaplan verbrachte er in der Pfarrseelsorge, war dann als Präfekt im Priesterseminar für die Ausbildung der Priesteramtskandidaten mitverantwortlich und arbeitet seit Beginn der 1990er Jahre in der Bischöflichen Verwaltung beim Personalreferat. Seit 15 Jahren leitet er die Hauptabteilung für Priester und ständige Diakone. In den vergangenen Jahren war er als Summus Custos für den „Betrieb im Dom“ zuständig.

Weihbischof Reinhard Pappenberger feiert mit dem Domkapitel eine heilige Messe.
Dr. Franz Frühmorgen und Thomas Pinzer nehmen an einem Meeting teil.

Domkapitulare unterstützen den Bischof bei der Verwaltung

Auch die anderen Mitglieder des Domkapitels sind in die Verwaltung der Diözese Regensburg eingebunden, kümmern sich in ihren Abteilungen um die Seelsorge, Schule und Hochschule oder die Caritas. Insgesamt sind sie zu zehnt. Dem Domkapitel sind zudem sechs Domvikare zugeordnet, ebenso Priester, die meist in der Bistumsverwaltung oder z.B. als Jugendpfarrer tätig sind. Sie beten gemeinsam das Stundengebet im Dom, kümmern sich um die Gottesdienste. „Jedes Mitglied im Domkapitel ist gehalten, dass es sich als Priester bewährt hat, im Glauben der Kirche fest steht und dass es auch eine entsprechende Erfahrung im geistlichen Dienst und kirchlichen Amt mitbringt“, umschreibt Dompropst Dr. Frühmorgen das Anforderungsprofil eines Domkapitulars. Damit hat das Domkapitel eine ganz entscheidende Bedeutung für die Liturgie im Bistum Regensburg.

Beinahe 1.200-jährige Geschichte des Kapitels

Das Kapitel hat eine lange Geschichte. Entsprechende Domkapitel gehen auf Priestergemeinschaften aus dem vierten Jahrhundert zurück. In Regensburg kann man einen solchen Kanonikerstift an der Domkirche ab 840 nachweisen. Heute stellen sich dem Domkapitel bedeutende Aufgaben. Das Kapitel hat einen großen Einfluss auf die Besetzung des Bischofsstuhls. Alle drei Jahre schicken die Kanoniker eine Liste mit geeigneten Kandidaten an den Nuntius, den Vertreter des Heiligen Stuhls in Deutschland. Wird der Bischofsstuhl vakant – weil der Bischof Vorsteher einer anderen Diözese wird oder verstirbt – muss das Kapitel wieder geeignete Kandidaten nach Rom melden. Zudem wählen sie den Diözesanadministrator, der bis zur Besetzung des Bischofsstuhls die Diözese kommissarisch leitet.

Unterstützung für die Domspatzen: 2,2 Millionen Euro

Das Domkapitel unterstützt auch die Stiftung Regensburger Domspatzen, sowohl tatkräftig als auch finanziell. Dieses Engagement lassen sie sich auch einiges kosten: 2,2 Millionen Euro steckt das Domkapitel in die schulische und gesangliche Ausbildung der Domspatzen. Finanziert wird das Domkapitel überwiegend durch Zuschüsse der Diözese. 2017 waren das 2,5 Millionen Euro. Das macht 79 Prozent der Einnahmen des Domkapitels aus.

Prof. Roland Büchner wird als Domkapellmeister 2019 in den Ruhestand gehen, die Domkapitulare sind nun auf der Suche nach einem Nachfolger.

Das Domkapitel feiert eine heilige Messe.

Das Stammvermögen ist nicht frei verfügbar

Aber auch das Stammvermögen des Domkapitels erwirtschaftet teilweise Erträge. Dieses Stammvermögen ist zwar dauerhaft zu erhalten – mit den Erträgen kann allerdings gewirtschaftet werden. Das Domkapitel erhält Einnahmen aus Wertpapieren und Miet- und Pachteinnahmen aus den Liegenschaften.

Die Bilanzsumme 2017 beträgt 32 Mio. Euro.  Der Großteil dieses Vermögens ist fix gebunden: So sind 10,2 Mio. Euro der Wertpapiere zweckgebunden für den Domchor (Regensburger Domspatzen). Für 10,9 Mio. Euro nennt das Domkapitel Kunstgegenstände und historische Bücher sein Eigen. Mit 7,7 Mio. Euro sind die Liegenschaften bewertet, die größtenteils für Dienstwohnungen zur Verfügung stehen.

Der Wolfgangskelch wird mit weißen Handschuhe in den Händen gehalten.
Der Wolfgangskelch wird mit weißen Handschuhe in den Händen gehalten und präsentiert.

Die Kunstschätze sind der Allgemeinheit zugänglich

Zum Stammvermögen gehören etliche Kunstgegenstände, die mit einem Wert von fünf Millionen Euro angegeben werden. Die bekanntesten und wertvollsten unter ihnen sind der Wolfgangskelch, ein Reliquienkästchen aus den Jahren um 1365 und das Ottokarkreuz, das nach 1261 gefertigt wurde. Allein diese drei Gegenstände machen einen Wert von etwa vier Millionen Euro aus.


Ebenso gehört dem Domkapitel auch die Proskesche Musikalienabteilung. Über das Bischöfliche Zentralarchiv ist diese der Allgemeinheit zugänglich. So auch die Kunstgegenstände: „Diese sind dem Domkapitel dem Wunsch der Stifter entsprechend zu bewahren, im Domschatz ausgestellt und damit auch der Allgemeinheit zugänglich“, sagt Dompropst Dr. Frühmorgen.

Franz Frühmorgen betont: „Für das Domkapitel gibt es kein klassisches Gewinnstreben.“

Nahaufnahme auf ein Gebetsbuch, das von einem Mitglied des Regensburger Domkapitels gehalten wird.

Entscheidend ist nicht der Gewinn, sondern die Menschen

Für die Arbeit des Domkapitels ist auch der Zuschuss der Diözese von entscheidender Bedeutung: „Ohne den diözesanen Zuschuss wäre die Unterstützung des Domchors oder auch unseres Informationszentrums DOMPLATZ 5 nicht möglich“, sagt Frühmorgen. Dort werden Führungen durch den Dom und viele weitere Kirchen in Regensburg angeboten und organisiert – und damit Menschen erreicht. Und das ist für die Domkapitulare als Geistliche das Entscheidende: „Der Dom soll durch die Feier der Gottesdienste das bleiben, was er von seiner Stiftung her ist: Ein Gotteshaus, ein Ort der Gottesbegegnung und das geistliche Zentrum für unser Bistum. Mich bewegt die Freude, Priester sein zu dürfen. Ich habe eine besondere Nähe zur Liturgie, ich mag die Menschen“, sagt Domkapitular Frühmorgen. Dazu trägt das Domkapitel bei. „Wir im Domkapitel übernehmen die Gottesdienste im Dom sehr gerne.“ Dafür ist auch eine hochwertige Kirchenmusik wichtig – und deshalb unterstützt das Kapitel die Regensburger Domspatzen, die den Großteil der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen musikalisch gestalten.


Dompropst Dr. Franz Frühmorgen im Interview.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen,

über sein Leitbild

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen im Interview.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen,

über die HGB-Bilanzierung

Ein Teil des Regensburger Domkapitels im Winterchor während des Gebets.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen,

über die Besonderheiten des Domkapitels

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen im Interview.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen,

über seine Person und das Domkapitel

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen im Interview.

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen,

über die kommenden Aufgaben

Professor Stoiber im Interview.

Professor Stoiber,

über die Rieger-Orgel im Dom St. Peter

Professor Stoiber im Interview.

Professor Stoiber,

über die Sommerkonzerte im Dom St. Peter

Mitglieder des Domkapitels in der Gebetsrunde.
Domkapitel feiert eine heilige Messe.
Domkapitel feiert eine heilige Messe.
Generalvikar Michael Fuchs im Portrait.
Mitglieder des Domkapitels.
Generalvikar Michael Fuchs im Portrait.

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