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Ein Blick von oben in den Regensburger Dom.

„Der Dom St. Peter ist für alle Besucher ca. 4.200 Stunden im Jahr geöffnet. Ich freue mich, dass ich mit den Mitarbeitern der Domkustodeistiftung dafür sorgen kann, dass der Dom in dieser Zeit ca. zwei Millionen Besucher zählt.

Wer den Dom betritt, erlebt ganz praktisch die täglichen Arbeit der Domkustodeistiftung."

Summus Custos Domkapitular Dr. Roland Batz

Weltkulturerbe und Mitte religiösen Lebens

Die Domkustodeistiftung kümmert sich um den Betrieb des Doms

Wer den Regensburger Dom betritt, steht in einem Meisterwerk gotischer Baukunst. Dieses Kunstwerk muss nicht nur erhalten, sondern als Ort des Gebetes und der Gottesdienste auch dementsprechend gepflegt werden. „Zur Sorge um den Dom gehört die Sorge um den ordentlichen Zustand“, sagt Dr. Franz Frühmorgen, der bis 30. November 2018 als Summus Custos über die Angelegenheiten des Doms wachte. Dr. Frühmorgen wurde Dompropst und somit Vorsitzender des Domkapitels; seine Aufgabe als Summus Custos übernimmt nun Domkapitular Dr. Roland Batz.

Von Weihnachtsschmuck bis Tonanlage

Für die Gottesdienste und den reibungslosen Ablauf im Dom muss vieles beachtet werden: Der Raum muss geschmückt sein - gerade zu Weihnachten ist das besonders wichtig. Für die Feier des Gottesdienstes braucht es Messgewänder und Kelche, liturgische Bücher und Hostienschalen. Die Feiern müssen über Lautsprecheranlagen in den ganzen Dom übertragen werden, Gesangbücher müssen gekauft und Reinigungskräfte bezahlt werden. Dazu kommen die Glockensteuerung, die Wartung der Orgeln und die Lichtanlage. All das kostet Geld. Die Finanzierung dieser Aufgaben obliegt der Domkustodeistiftung. Der Summus Custos ist Vorstand dieser Stiftung und damit für den Betrieb im Dom verantwortlich. In der Satzung von 2016 steht geschrieben: „Zweck der Stiftung ist die Sicherstellung der Abdeckung der aus der liturgischen Nutzung des Doms durch Bischof und Domkapitel wie zu seiner sonstigen kirchlichen Nutzung entstehenden Aufwendungen (einschließlich der Erhaltung und Anschaffung liturgischer Gerätschaften und Gewänder der Kathedrale). Zweck der Stiftung ist ferner die Besoldung des […] nötigen weltlichen Personals.“

Monsignore Dr. Roland Batz im Gespräch mit einem Mann.
Altar von dem Dom in Regensburg.

Dombetrieb wird durch Domkustodeistiftung finanziert

Die Domkustodeistiftung verfügt über ein Stiftungskapital. Das beträgt 2,5 Millionen Euro und beinhaltet u.a. zwei Mietshäuser in Regensburg, Wertpapiere und die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Dom. Darin sind auch die Paramente - das ist die liturgische Kleidung - enthalten. Dieses Stiftungskapital ist unveräußerlich, es darf nicht angerührt werden. Die Bilanzsumme der Domkustodeistiftung betrug 2017 etwas mehr als 6,2 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon – knapp 3,7 Millionen Euro – sind in die Technik des Doms investiert. Zum Beispiel die beiden Orgeln oder die Lichtanlage.

Um den Haushalt kümmert sich der Stiftungsvorstand, der dabei streng überwacht wird. Ihm beigestellt ist ein Vermögensverwaltungsrat, der aus zwei Domkapitularen besteht. Der Jahresabschluss wird von einem unabhängigen Prüfer untersucht.  Am Ende wirft die Stiftungsaufsicht ebenfalls einen Blick auf den Jahresabschluss der Domkustodeistiftung.

Verantwortung

Für Batz stellen diese Zahlen eine große Verantwortung dar. Die wichtige Vorgabe ist, das Stiftungskapitel nie anzurühren. „Jedes Haben ist ein Soll. Für uns ist Geld nicht ein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck“, sagt Stiftungsvorstand Dr. Batz. Der Domkustodeistiftung geht es nicht um Gewinnmaximierung.

Eine Frau zündet eine Kerze im Regensburger Dom St. Peter an.

„Die Kirche ist ein hervorragender Arbeitgeber“

Die vielfältigen Aufgaben der Domkustodeistiftung teilt sich der Summus Custos: „Einer allein kann diese vielfältigen Aufgaben nicht leisten“, sagt Dr. Roland Batz. Deshalb unterstützen ihn elf Angestellte, die in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind. Zwei Mesner kümmern sich täglich ab fünf Uhr morgens um einen ordentlichen Zustand des Doms. Seine Angestellten sind Batz wichtig: „Die Kirche ist ein hervorragender Arbeitgeber.“ Und so soll es auch bleiben. Zu den Mesnern kommen Aufsichtspersonen im Dom. Sie achten nicht nur auf eine würdevolle Stimmung im Gotteshaus, sondern stehen auch für Fragen zur Verfügung.

„Wo ist der lachende Engel?“

Geschätzt zwei Millionen Personen besuchen den Regensburger Dom pro Jahr. Viele von ihnen sind Touristen. Sie haben Fragen: „Wo etwa steht der berühmte lachende Engel?“ oder „Wie kommt der Organist zu seinem Arbeitsplatz da oben?“ Diese Fragen beantworten die Aufsichtspersonen gerne. Gleichzeitig ist der Dom aber auch Ort des Gottesdienstes. „Die Messfeiern hier haben Vorbildcharakter“, sagt Dr. Batz. Von entscheidender Bedeutung dafür ist auch die Kirchenmusik. Professor Franz Josef Stoiber darf als Domorganist an der erst 2009 errichteten neuen Rieger-Orgel spielen. „Es ist für mich Gnade und Geschenk zugleich, hier wirken zu dürfen. Es ist noch überhaupt nicht zur Routine geworden“, sagt Prof. Stoiber, obwohl er schon seit 1996 Domorganist ist. Wenn Prof. Stoiber spielt, will er damit die Menschen erreichen: „Das ist auch eine Art Verkündigung“, meint er.

Eine Domaufsicht erklärt Touristen etwas über den Dom.

Der Regensburger Dom und der Freistaat Bayern

Verkündigung: Das ist für den Dom in Regensburg und seinen Summus Custos Dr. Batz von zentraler Bedeutung. Eigentlich aber gehört der Dom dem Freistaat Bayern, nicht der Kirche. Das rührt von der Säkularisation her. 1809/1810 verloren viele kirchliche Rechtsträger einen erheblichen Teil ihres Eigentums, sie wurden vom Staat zwangsenteignet. Daher bekommt die Domkustodeistiftung auch Zuschüsse vom Freistaat: „Die sind aber kein Geschenk des Staates, sondern rühren von der Säkularisation her.“ Vielmehr handle es sich um Ausgleichszahlungen für den enteigneten Besitz. Für Batz ist es nur verständlich, dass der Regensburger Dom von der Kirche genutzt und betreut wird. Das liegt im Charakter des Bauwerks begründet: „Der Dom ist ein Ort des Gebetes, er ist ein heiliger Ort. Es ist nicht denkbar, dass eine Behörde, ein Amt, ein Privatunternehmer diesen Dom bespielen könnte. Denn der Dom ist kein Museum. Er ist ein heiliger Ort, an dem Menschen zusammenkommen“, sagt Domkapitular Dr. Roland Batz.

Unterstützung der Diözese Regensburg

Auch die Diözese Regensburg unterstützt die Domkustodeistiftung. Unter anderem ist die tragbare Tonanlage für die Fronleichnamsprozession wichtig und den Zuschüssen der Diözese zu verdanken; ebenso steht es mit den Liveübertragungen aus dem Dom, etwa bei der Priesterweihe. Das zeigt die große Bedeutung des Doms für das religiöse Leben im Bistum Regensburg. Das sieht auch Domkapitular Dr. Batz so: „Der Dom ist für mich zu einer Art Zuhause geworden. In Jahrhunderten wurde dieser Dom gebaut. Diese unglaubliche Leistung, dieses unglaubliche Glaubensbekenntnis, das in dem Gebäude steckt, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, hier zu sein.“ Um dieses Erbe zu erhalten und weitergeben zu können – dafür arbeitet die Domkustodeistiftung.


Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

Vorstand der Domkustodeistiftung

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

über das Leitbild der Domkustodeistiftung

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

über die Kontrollorgane der Domkustodeistiftung

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

"Ist die Domkustodeistiftung reich?"

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

über den Erfolg der Domkustodeistiftung

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

über das Selbstverständnis der Domkustodeistiftung

Domkapitular Dr. Roland Batz im Interview.

Dr. Roland Batz,

über den Glauben in der Domkustodeistiftung

Ein Mesner bereitet die Messutensilien vor.
Nahaufnahme auf ein Gebetsbuch das von einem Mesner gehalten wird.
Ein Mesner überprüft die Priestergewänder.
Ein Mesner zündet eine Kerze im Regensburger Dom St. Peter an.
Monsignore Dr. Roland Batz unterhält sich mit einer Domaufsicht.
Ein Mesner legt Gebetsbücher auf den Tisch.
Ein Mesner nimmt einen goldenen Kelch aus ein Reihe von Kelchen.
Ein Mesner bereitet die Messutensilien vor.
Ein Mesner nimmt Einstellungen an der Technik des Regensburger Doms vor.
Ein Mesner schenkt Messwein ein.

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