"Ohne Harl.e.kin wären wir heute nicht so eine glückliche Familie. Wir verdanken der KJF und Harl.e.kin das schönste Geschenk des Lebens. Laurenz Lachen."

Marie-Benedict Ketelslegers

„Die haben alles richtig gemacht“

 

Sie schaffen Lebensglück und  Lebensfülle: Harlekin – Nachsorge für Risiko- und Frühgeborene

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh, 10,10).  Professor Dr. Hugo Segerer sagt diesen Satz mit dem Lächeln des Chefarztes, der schon viel gesehen hat. Es ist das Leitmotiv seiner Abteilung für Risiko- und Frühgeborene in der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Dort sieht viel neues Leben zum ersten Mal das Licht der Welt. Und für viele Kinder ist es sehr früh, eigentlich zu früh, nicht selten schon vor der 32. Woche, also mehr als acht Wochen vor dem Geburtstermin. „Unter 32 Wochen beginnt das Risiko“, sagt Professor Segerer, „dann geht nichts mehr ohne kompetente und engagierte Mitarbeiter, die ihr Herzblut da investieren“. Denn für ein Kind wie Laurenz, das bei der Geburt in der 23. Woche gerade mal 26 cm groß war und 370 Gramm wog, mithin etwa ein Zehntel normal geborener Kinder ausmachte, kann von Fülle des Lebens keine Rede sein. Die kommt aber dank des Nachsorge-Teams von Harl.e.kin.

Das Team dieses gemeinnützigen Projekts der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg kümmert sich, im wahrsten Sinn des Wortes. Es teilt den Kummer der Eltern und löst ihn auf mit Kompetenz und Empathie. Das Team steht Eltern mit einem früh- oder risikogeborenen Kind nach dem Klinikaufenthalt mit fachlichem Rat zur Seite. Vertraute Kinderkrankenschwestern der Klinik und erfahrene Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle besuchen die Familien zuhause und beraten sie in der Pflege und bei Fragen zur Entwicklung des Kindes. Ziel der Kombination aus pflegerischer und psychosozialer Beratung ist, die seelisch oft stark belasteten Eltern im häuslichen Alltag zu stützen. Dadurch werden ihre Kompetenzen im Umgang mit dem frühgeborenen oder kranken Kind gestärkt und es wird eine stabile Basis für die weitere Entwicklung geschaffen. Mit einem Wort: Sie bringen die Fülle des Lebens.

Für die Familien erfolgt die Begleitung unbürokratisch und kostenlos. Sie sind oft unendlich dankbar. „Ohne Harl.e.kin hätten wir Laurenz nie so weit bringen können“, sagt Marie-Benedict Ketelslegers, die Mutter des heute achtjährigen Jungen. Bei der Geburt der Zwillinge sei die Schwester gestorben, Laurenz habe noch viele Operationen überstehen müssen und sei erst nach einem Jahr aus der Klinik nach Hause gekommen. „Wir hatten damals eine Riesenangst. Wie soll das werden zuhause? Wir waren total überfordert und hatten tausend Fragen.“ Aber wenn man Laurenz heute sehe, „kann man nur sagen: Die Leute von Harl.e.kin haben alles richtig gemacht“. Sie haben praktisch geholfen, hatten Adressen von Logopäden und anderen Experten parat, hatten immer ein Wort des Zuspruchs, sie gaben Rat und Mut. „Wenn Laurenz uns heute anlacht, dann weiß ich, wofür wir und dieses Team gekämpft haben. Ohne die Damen von Harl.e.kin wäre Laurenz kein so glückliches und weitentwickeltes Kind. Und wir wären nicht so glückliche Eltern“.

Die Eltern in ihrer natürlichen Kompetenz fördern, ihnen Sicherheit zu vermitteln und ihr Selbstvertrauen zu stärken, vor allem auch die Familie wertschätzen – das sei, so die Leiterin der Harl.e.kin-Nachsorge Regensburg, Angelina Ernst, die Grundlage für die künftige Fülle des Lebens ihrer Schützlinge. In den neun Jahren seit seiner Gründung habe Harl.e.kin-Regensburg, der achte von insgesamt 23 Standorten in Bayern, mit seinen 13 Mitarbeiterinnen mehr als 600 Familien und 700 Kinder begleitet und betreut.

Neunzig Prozent der Kosten kann das Projekt mit dem Zuschuss des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration bestreiten, die anderen zehn Prozent müssen als Spenden eingeworben werden. Dabei hilft der Träger, die Katholische Jugendfürsorge. Sie verwaltet die Fördermittel und gibt dem Projekt ein rechtliches Zuhause. Harl.e.kin ist ein Kind der Katholischen Jugendfürsorge, ein kleines Kind mit großen Taten. Es kam sicher nicht zu früh. Denn mit seiner Arbeit leuchtet es auch über die Grenzen der Diözese. 60.000 Kinder kommen in Deutschland heute deutlich zu früh auf die Welt und die Zahl wächst. Deshalb ist diese Art der Nachsorge beispielhaft, sie wird sich vermehren.

 

Spendenkonto:

Kath. Jugendfürsorge
LIGA BANK Regensburg eG
Kto. 110 010 6, BLZ 750 903 00
IBAN: DE43 7509 0300 0001 1001 06
BIC: GENODEF1M05

Kennwort: Harlekin


"Wir wussten nicht, was zu machen ist. Die haben uns da wirklich aufgefangen und weitergeholfen."