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Michael Weißmann und Franz Merl vom Caritasrat der Diözese Regensburg.

Der Caritasrat

Das Aufsichtsgremium wacht über die Geschäftsführung der Caritas

Die Caritas hat für das Jahr 2018 ein Haushaltsvolumen von 190 Millionen Euro. Das setzt sich aus unterschiedlichen Posten zusammen: 98 Millionen gehören zum Haushalt des Caritas-Krankenhauses St. Josef in Regensburg. 60 Millionen entfallen auf die Altenheime, sie bestehen vor allem aus den Ausgaben für das Personal und den Sachkosten. Die Fachkliniken und Schulen der Caritas machen sechs Millionen aus. Der Rest – knappe 30 Millionen Euro – gehört zum Haushalt des internen Bereichs: Dazu gehören die Verwaltung der ganzen Caritas sowie die vielfältigen Beratungsangebote der Caritas.

Über diesen Haushalt wacht der Caritasrat. Der Rat übernimmt die Aufsicht und Kontrolle der Finanzen der Caritas. Er besteht aus sechs in Wirtschaftsfragen kompetenten Mitgliedern und ist neben dem Vorstand und der Vertreterversammlung ein satzungsmäßiges Organ der Caritas.  Einer von ihnen ist Franz Merl. Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater lehrt in Regensburg Unternehmensanalyse und Unternehmensberatung. Im Caritasrat engagiert er sich aus Überzeugung.

Knapp 10 Millionen Euro kommen 2018 vom Bistum Regensburg

Die Diözese Regensburg unterstützt die Arbeit der Caritas mit Kirchensteuermitteln. 2017 waren das 9,1 Millionen Euro, 2018 ist der Betrag auf 9,8 Millionen Euro gestiegen. Auf den gesamten Haushalt gesehen macht das etwas mehr als fünf Prozent aus. Gerade die Krankenhäuser und Altenheime tragen sich in aller Regel aber selbst. Hier entsteht ein großer Teil der Kosten – die werden durch Zahlungen der Krankenkassen, Pflegeversicherungen und Eigenanteile der Heimbewohner refinanziert. Der Bereich der Beratungen kann allerdings nicht refinanziert werden. Dieser Bereich macht etwa 30 Millionen Euro aus. Finanziert wird er durch die Beiträge des Bistums Regensburg, staatliche Zuschüsse und Spenden.

Michael Weissmann, Franz Merl und andere Mitglieder des Caritasrates während einer Versammlung.

Der Caritasrat begleitet die Effizienz der Caritas

Der Caritasrat nimmt hier eine bedeutende Aufgabe wahr: „Unsere Aufgabe ist es, die Effizienz aller Tätigkeit zu begleiten“, sagt Merl. Es geht nicht darum, jede einzelne Ausgabe zu bestimmen, der Caritasrat hat vielmehr das große Ganze im Blick. Grundlage ist das Vertrauen zwischen dem Rat und dem Vorstand der Caritas: „Wir haben in den letzten Jahren ein großes Vertrauensverhältnis gewonnen.“ Professor Merl und seinen Kollegen ist gerade der Blick auf die Zukunft wichtig. „Ein Krankenaus zu bauen bedeutet ja auch, nach 20 Jahren wieder neu zu investieren. Wo kommen diese Mittel her, wie können sie angespart werden?“ Auch diese Investitionen fallen in den Verantwortungsbereich des Caritasrates.

Hohe Fachkompetenz im Team

Die Mitglieder verfügen über eine hohe Fachkompetenz: Mit Theo Zellner sitzt ein ehemaliger Landrat und aktiver Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes im Caritasrat. Hans Pschorn bringt Erfahrung als ehemaliger stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederrhein Ruhrpfalz mit – und Professor Merl kennt sich als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater hervorragend mit Finanzen und Bilanzen aus. Insgesamt besteht der Caritasrat aus sechs Mitgliedern. Drei von ihnen werden vom Bischof von Regensburg berufen, die anderen drei von der Vertreterversammlung der Caritas gewählt.

Ist die Caritas reich?

190 Millionen Euro – viel Geld. Ist die Caritas reich? „Nein“, meint Professor Merl. „Reich ist man nur dann, wenn man etwas nicht ausgeben muss. Der Caritasverband hat so viele Aufgaben, dass er seine Mittel wirklich effizient einsetzen muss.“ Die Caritas übernimmt viele soziale Aufgaben im Bistum Regensburg – von der Schwangerschaftsberatung und Kinderbetreuung bis zur Pflege von alten und kranken Menschen. „Wenn die Caritas nicht mehr in der Diözese tätig wäre, wäre das ein Armutszeugnis. Alles müsste staatlich geführt werden“, sagt Franz Merl.

Was wäre ohne die Kirchensteuer?

Der Beitrag der Caritas für eine hilfsbereite und menschenfreundliche Gesellschaft wäre ohne den finanziellen Beitrag der Kirche undenkbar. Diesen Beitrag wiederum kann die Kirche leisten, weil sie Kirchensteuermittel verteilen darf: „Wenn es keine Kirchensteuer mehr gibt – was kann die Kirche dann noch leisten? Sicher nicht mehr alles. Sicher könnten nicht mehr alle Pfarreien weiter bestehen, sicher könnten nicht mehr alle Beratungsleistungen angeboten werden.“

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