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Die Regensburger Domspatzen im Dom St. Peter.

„Herzstück ist der Chorgesang“

Die Stiftung Regensburger Domspatzen

Man muss es hören. Es ist die klingende Raison d’être der Regensburger Domspatzen: Das Lob Gottes verkünden. Und sie singen es mit Leib und Seele. Schon der Völkerapostel Paulus schreibt an die jungen Gemeinden in Ephesus und Kolossä: „Dankbaren Herzens singt Gott Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder“ (Epheser 5,19 und Kolosser 3,16). Zahlreich sind die Empfehlungen und Hinweise von Kirchenvätern und Päpsten durch die Jahrhunderte. Das Motu proprio „Inter pastoralis officii“ von Papst Pius X. liefert die erste umfassende Definition von Kirchenmusik als „wesentlichen Bestandteil der feierlichen Liturgie“ und spricht ihr die Aufgabe zu, „dem liturgischen Text eine größere Kraft zu verleihen“. Aber die Domspatzen machen noch mehr. Ihre quellreinen Klänge erheben die Herzen, sie entführen Geist und Gemüt in Höhen, in die das gesprochene Wort nicht aufzusteigen vermag.

Eine ganzheitliche Erziehung

Hinter dem reinen Klang steckt harte Arbeit, viel Begeisterung und durchdachte Organisation. Täglich wird geprobt, „der Chorgesang ist unser Herzstück“, sagt Professor Roland Büchner, Domkapellmeister und seit 1994 Vorsitzender der „Stiftung Regensburger Domspatzen“. Im Leitbild von 2006 werde „das Lob Gottes verkünden“ als Hauptaufgabe definiert. Dazu gehöre eine ganzheitliche Erziehung, die „die jungen Menschen musisch und schulisch fördert und sie trägt und halten kann, damit sie christliche Werte weitertragen und in die Gesellschaft einbringen können“. Das sei heute nicht einfach und gehe nur zusammen mit den Eltern. Die Absprache mit ihnen ist eng. Matthias Deget, Vater eines Schülers, bestätigt es mit den Worten: „Wir sagen Danke“. Er und seine Frau hätten es nie bereut, ihren Leon auf die Schule der Domspatzen geschickt zu haben. „Wenn wir noch einen Sohn hätten, würden wir es sofort wieder tun“. Hier passe alles, „die ethischen Grundsätze, die musische Ausbildung, die anspruchsvolle, gute Schule“. 

Den ganzen Tag mit Freunden verbringen

Begeistert und stolz erzählt er von der Weltoffenheit der Schule, den Reisen, die der Chor mache in andere Kulturkreise und ferne Länder. Und die Missbrauchsvorwürfe? Matthias Deget bleibt gelassen: „Das war eine andere Generation, das muss man sauber trennen“. Natürlich sei man kritisch, was die Vergangenheit angehe, und wachsam in der Gegenwart. „Aber es kann nicht sein, dass man Jungs und Lehrer von heute für ein abgeschlossenes Kapitel bestraft“. Auch Jakov, der hier lernt, singt und lebt, sieht „keinen Zusammenhang, keinen Bezug zu damals“. Er lebt mit Freude im Internat, das Platz hat für 180 Jungs. Zu dritt teilen sie sich ein Zimmer. „Wo gibt es das noch: Morgens bis abends zusammen mit Freunden sein, singen und Gemeinsames erleben?“, schwärmt er und dann etwas nachdenklicher: „Ein Internat ist vielleicht nicht für alle die beste Lösung. Aber für die, die gerne singen, sind die Domspatzen das Beste“. 

Übersicht der Aufwendungen und Erträge

der Regensburger Domspatzen im Jahr 2017:

Aufwendungen                                                               10,0 Mio. € 

Erträge

  9,6 Mio. €  
Elternbeiträge  1,4 Mio. € 
gesetzliche Zuschüsse

  3,6 Mio. €

Domkapitel Regensburg / Diözese Regensburg  2,9 Mio. €
Sonstiges1,7 Mio. €

 

Die Basis der Stiftung

Ein Internatsplatz kostet 460 Euro im Monat, die Ganztagsschule zwischen 190 und 240 Euro. Das sei natürlich nicht kostendeckend, sagt Roland Büchner, aber die üblichen Staatszuschüsse und „vor allem der Löwenanteil der Diözese, der über den Träger, das Domkapitel Regensburg, die Domspatzenstiftung erreicht“, machten es möglich (siehe Übersicht der Aufwendungen und Erträge). Das Domkapitel Regensburg ist einer der zwei Träger der Stiftung, der andere ist der Verein der „Freunde des Regensburger Domchors e.V.“. Der Stiftungsrat ist paritätisch besetzt. Vorsitzender ist Prälat Dr. Franz Frühmorgen, der am 01. Dezember 2018 als Dompropst eingeführt wurde. „Dank der soliden institutionellen Basis“ kann die Stiftung nicht nur Grundschule, Gymnasium, Internat, offene Ganztagsschulen und  Chor unterhalten, sondern auch „in Bayern, Deutschland und über die Konzerte in der ganzen Welt unsere musikalische Botschaft verkünden“.

Das Herzstück der Stiftung ist der Chorgesang, Roland Büchner ist überzeugt: „Es gibt keine schönere Aufgabe in Regensburg als diesen Chor zu leiten“. Wer ihn sieht und hört, kann es verstehen. 

Die Domspatzen singen ein Lied im Saal der Regierung der Oberpfalz.

Die Regensburger Domspatzen in Zahlen

Aufteilung der insgesamt 480 Schüler (2017):

Aufteilung der insgesamt 145 Beschäftigten (2017): 


Jakob Wallbrecher, Domspatz, im Interview.

Jakov Wallbrecher,

Domspatz und Internatsschüler

Matthias Deget, ein Vater eines Domspatzen im Interview.

Matthias Deget,

sein Sohn Leon singt bei den Regensburger Domspatzen

Roland Büchner, der Kapellmeister der Regensburger Domspatzen im Interview.

Roland Büchner,

über die Regensburger Domspatzen

Kapellmeister der Domspatzen in Regenburg, Roland Büchner im Interview.

Roland Büchner,

über das Leitbild der Regensburger Domspatzen

Die Regensburger Domspatzen beim gemeinsamen Essen.

Die Regensburger Domspatzen

hautnah erleben

Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen, Roland Büchner im Interview.

Roland Büchner,

"Wie wird man Domspatz?"

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, in einem Interview.

Roland Büchner,

über die Finanzierung der Regensburger Domspatzen

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, im Interview.

Roland Büchner,

über den Reichtum der Regensburger Domspatzen

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, im Interview.

Roland Büchner,

über die Kontrollgremien der Regensburger Domspatzen

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, im Interview.

Roland Büchner,

"Was bedeutet Erfolg für die Regensburger Domspatzen?"

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, im Interview.

Roland Büchner,

über die Bedeutung der Regensburger Domspatzen

Roland Büchner, Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, im Interview.

Roland Büchner,

über die Kirche als Arbeitgeber

Architekt Joachim Peithner im Interview.

Architekt Joachim Peithner,

über die neue Heimat der Regensburger Domspatzen


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